Bilanz: Köln schreibt wieder schwarze Zahlen


Der 1. FC Köln hat das zum 30. Juni endende Geschäftsjahr 2010/2011 wieder mit einem leichten Überschuss abgeschlossen. Nach Jahren der Schuldenanhäufung konnten die Domstädter damit zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder Schulden abbauen.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, erwirtschaftete der Klub nach einem Fehlbetrag von 443 000 Euro im vergangenen Geschäftsjahr dieses Mal einen Überschuss von 112 000 Euro. Von den 31,4 Millionen Euro Schulden auf Konzernebene konnten die Geißböcke rund 0,5 Mio. abbauen, dies entspricht einem Schuldenabbau von 1,6%.

Wir hatten im Geschäftsjahr 2010|2011 mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Zwei Trainerwechsel, die über die Saison lange andauernde Platzierung am Ende der Tabelle und die notwendigen Verpflichtungen im Winter haben dazu beigetragen.“, erklärte FC-Geschäftsführer Oliver Leki. „Trotz dieser Ausgangslage konnten wir das Geschäftsjahr 2010|2011 mit einem Jahresüberschuss und positivem Eigenkapital abschließen.“

Umsatzsteigerung durch klassische Einnahmequellen

Auch im Bereich Umsatz konnte der 1. FC Köln bessere Zahlen präsentieren. Nach einem Umsatz von 65,3 Millionen in 2009|2010 gelang dem Klub im letzten Geschäftsjahr eine Steigerung um 6,3% auf 69,4 Millionen Euro. Dies resultiert vorallem aus der Optimierung der klassischen Einnahmequellen wie Ticketing, TV-Gelder und einem Plus aus dem Sponsoring.

Mit mehr als 54.000 Mitgliedern und einem regelmäßigen Zuschaueraufkommen von über 45.000 Zuschauer punktet der FC auf diesem Gebiet schon seit Jahren. „Mit rund 25.000 Dauerkarten und circa 45.000 zahlenden Zuschauern im RheinEnergieStadion bei den Heimspielen sind die Fans ein wichtiger Bestandteil bei der wirtschaftlichen Entwicklung des 1. FC Köln . Deswegen gilt ihnen und unseren Sponsoren und Business-Partnern unser besonderer Dank für ihre Treue und Unterstützung“, erklärte Oliver Leki weiter auf der vereinseigenen Homepage.

Die Fernsehgelder erhöhten sich auf 17,4 Millionen Euro, beim Sponsoring ergab sich eine leichte Steigerung auf 25,9 Millionen Euro. Für das kommende Geschäftsjahr peilt der Bundesligist einen Schuldenabbau auf unter 26 Millionen an. Im Sommer 2011 zahlte man auch die über 5 Millionen Euro schwere Anleihe aus dem Jahr 2005 zurück und konnte so weitere Schulden abbauen.

Talente entdecken, fördern und teuer verkaufen!

Ein mittelfristiges Ziel des Vereins sind wie schon vor langer Zeit angegeben Mehreinnahmen aus Spielertransfers. Sportdirektor Volker Finke und Cheftrainer Stale Solbakken sollen nach FC-Vorstellungen Talente kaufen, fördern und mit Gewinn zu anderen Clubs transferieren.

Zudem will der Klub seine Leistungsträger an den Verein binden und denkt dabei besonders an Stürmer-Star und Nationalspieler Lukas Podolski nach. Der Publikumslieblind und Aushängeschild der ganzen Stadt soll im Winter mit dem Verein in Verhandlungen bezüglich einer Vertragsverlängerung treten. Der bisherige Vertrag läuft im jahr 2013 aus. Man könne sich Podolski auch über diesen Zeitraum hinweg leisten, sagte FC-Geschäftsführer Oliver Leki.

Von Christian Wolfsdorf

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