Mannschaft der Woche: FC Basel


Basel, St. Jakob Park. Es ist 22:37 Uhr und der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers pfeift das Champions League-Spiel zwischen dem FC Basel und dem englischen Spitzenteam Manchester United beim Stand von 2:1 ab. Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen. Die einen vor Wut, die anderen vor Freude. Was wohl keiner zu glauben wagte, es sind die Engländer, die sich mit der Niederlage arrangieren müssen und demnächst nach Vaslui, Charkow oder Haifa reisen dürfen.

Der FC Basel machte das moderne Fußballwunder war und zog nach dem 2:1 in das Achtelfinale der Champions League ein, für Sir Alex Ferguson und seine Mannen bleibt nur noch die Euro League: und gelegentlich ein Champions-League-Abend vor dem TV. Kurios, aber eventuell ein wenig tröstend für alle ManUnited-Fans: Auch Stadtrivale Manchester City darf sich demnächst bei den TV-Abenden dazusetzen. Trotz 2:0-Sieg gegen eine B-Elf des FC Bayern München konnten die Citizens die Gruppe nur auf Rang drei abschließen.

Die Ausgangslage:

Die Ausgangslage ließ keine großen Fragen offen. Nach dem mageren 2:2 gegen Benfica Lissabon brachte sich der FC Basel durch einen 3:2-Erfolg bei Otelul Galati selbst wieder ganz dick ins Geschäft. Durch einen Sieg gegen Manchester United würden die Baseler das Wunder perfekt machen und die Engländer kurz vor der Ziellinie doch noch in die Europa League ballern. ManUnited hingegen würde ein Unentschieden schon reichen.

Das Spiel:

Wir sind einfach nur Oberaffengeil – mit dieser oder einer ähnlichen Einstellung ging der FC Basel in die Partie und zeigte Manchester United gleich was sie erwarten würde. Basel zeigte keinerlei Respekt und ging schon früh durch den Ex-Kölner Marco Streller mit 1:o in Führung (9. Min.). Allerdings war ManUnited an der Entstehung des Tores nicht ganz unschuldig. Vidic knockte Smalling aus und plötzlich war alles nur noch vogelwild. Shaqiri nutzte den Platz und flankte den Ball nach innen. De Gea zeigte eine Art schlechtes Bodenturnen und brachte die völlig missglückte Fußabwehr direkt vor die Füße von Streller, der nur noch einzuschieben brauchte.

Wer nun dachte, ManUnited würde wütend nach vorne stürmen und den FC Basel unter Druck setzen, der irrte gewaltig. Neun Jahre nach dem großen Baseler Coup gegen den FC Liverpool zeigten die Schweizer wieder gegen ein englisches Team ein Stück schweizer ChampionLeague-Geschichte. Das Team von Trainer Heiko Vogel dominierte weitesgehend das Geschehen und spielte souverän seinen Stiefel runter.

Das Team von Sir Alex Ferguson wachte viel zu spät auf und brachte den Motor erst in den letzten 15 Minuten ans Laufen. Großes Glück hatten die Baseler als Steinhöfer das Leder aus acht Metern an die Latte des eigenen Gehäuses pfefferte. Aber wie so oft, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. So kam es dann, dass Alex Frei sechs Minuten vor dem Ende, wiederholt nach Vorarbeite von Shaqiri, zum 2:0 abstaubte.

Der Baseler St. Jakob Park bebte und schien in sich zusammenzubrechen, da änderte auch der 1:2-Anschlusstreffer von Nachwuchs-Innenverteidiger Phil Jones und die fast vier Minuten Nachspielzeit nichts mehr.

Der Star des Spiels (Shaqiri):

Der 20-jährige Xherdan Shaqiri war ganz klar der Star des Spiels. Der Mittelfeldspieler war an beiden Toren entscheidend beteiligt und zog im Mittelfeld die Fäden. Besonders seine ordnende Hand sorgte immer wieder dafür, dass der FC Basel lange Ballstafetten vollziehen konnte und das englische Mittelfeld deutlich unterlegen war. Das Spiel Shaqiri gegen ManUnited ging ganz klar mit 1:0 an den 17-fachen Schweizer Nationalspieler.

Statistik zum Spiel:

FC Basel – Manchester United 2:1 (1:0)

Stadion: St.-Jakob-Park – Zuschauer: 36.000
Schiedsrichter: Kuipers (Holland)

Tore: 9.Min: Streller (Shaqiri) 1:0. / 84.Min: Alex Frei (Shaqiri) 2:0. / 89.Min Jones 2:1.

FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic, Park Joo Ho; Shaqiri (91. Stocker), Granit Xhaka (83. Chipperfield), Cabral, Fabian Frei; Alex Frei (88. Kusunga), Streller.

Manchester United: De Gea; Smalling, Ferdinand, Vidic (44. Evans), Evra; Park Ji-Sung (82. Macheda), Jones, Giggs; Nani, Rooney, Young (64. Welbeck).

Gelbe Karten: 28.Min Xhaka (Foul), 45.Min Young (Foul), 86.Min Rooney (Reklamieren)

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