Sprücheklopfer

-A-

„Bochum ist im nächsten Jahr in der Champions League und wir spielen im Döner Cup. Da können wir wieder den ganzen Nahen Osten bereisen.“ (Rudi Assauer, Manager)

„Ich habe zum ersten Mal gegen eine Mannschaft mit schwarzen Trikots gespielt. Das ist ja schlimm, man denkt, da laufen lauter Schiedsrichter herum.“ (Ingo Anderbrügge, ehemaliger Schalker Fußballprofi)

„Der Mann ist so hässlich, der Schweiß läuft ihm rückwärts über die Stirn, dass er nicht über sein Gesicht muss.“ (Muhammed Ali, US-amerikanischer Boxer)

„Die Südkoreaner rennen wie die Teufel. Und da sie alle gleich aussehen, können sie in der Halbzeitpause ihre komplette Elf austauschen, und niemand würde etwas davon merken.“ (Luis Aragones, spanischer Fußballtrainer)

„Mit 50 Depp im Ruhrgebiet, mit 75 eine Karriere beim DFB.“ (Wolf-Dieter Ahlenfelder, deutscher Schiedsrichter )

-B-

„Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig.“ (Paul Breitner, Fußballspieler)

„Quäl dich, du Sau!“ (Udo Bölts, deutscher Radprofi)

„Du kannst auf meiner Plantage arbeiten“ (Anthony Baffoe zu einem weißen Gegenspieler)

„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben … Den Rest habe ich einfach verprasst.“ (Geroge Best, englischer Fußballprofi)

„Ich habe eine Oberschenkelzerrungim linken Fuß.“ (Guido Buchwald, der deutsche „Diego“)

„Der Kubica weiß genau: Wenn er zu langsam ist, fährt er morgen wieder Traktor in Polen.“ (Motorsportler Gerhard Berger)

-C-

„Meine Mutter ist schon 90 Jahre alt, aber sie versteht immer noch alles. Nur mit dem Abseits hat sie Probleme. Sie hat mal zu mir gesagt: „Du bist doch bei der FIFA, schaff‘ endlich diese blöde Regel ab.“ (Abseits-Feind Dettmar Cramer)

„Ein Spiel zu gewinnen ist leichter, wenn man gut spielt als wenn man schlecht spielt.“ (Der niederländische Ex-Profi Johan Cruyff)

„Es hängt alles irgendwo zusammen. Sie können sich am Hintern ein Haar ausreißen, dann tränt das Auge.“ (Dettmar Cramer)

-D-

„Es gibt zu viele Individualisten! Wenn ich so sehe, welchen Zirkus beispielsweise ein Stefan Effenberg oder ein Mario Basler um die eigene Person veranstalten, wird mir schwindelig. Früher hätten wir die im Training ein paar Mal richtig weggegrätscht. Ich bin sicher – dann wär´ Ruhe gewesen.“ (Bernhard Dietz,  Trainer, Spieler und Grätschiator)

„Da geht er, ein großer Spieler. Ein Mann wie Steffi Graf!“ (Jörg Dahlmann zum Abschied von Lothar Matthäus)

„Im Vergleich zu den Artikeln, die sie schreiben, sind die Märchen aus Tausendundeiner Nacht empirische Untersuchungen.“ (Christoph Daum, die personifizierte Herzensangelegenheit)

„Ich bleibe auf jeden Fall wahrscheinlich beim KSC. „ (Der entschlossene unentschlossene Sean Dundee)

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„Wenn meine Oma ein Bus wäre, dann könnte sie hupen.“ (Dieter Eilts auf eine Hätte-wenn-und-aber-Frage eines Journalisten)

„Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch.“ (Tiger Stefan Effenberg)

„Das interessiert mich wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer.“ (Dieter Eilts, Sprücheklopfer vom Dienst)

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„Da singen sie: We are red, we are white, we are Danish Dynamite – Wir sind rote, wir sind weiße wir sind dänische…, äh…“ (Sprachtalent Heribert Faßbender)

„Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht’s los.“ (Steffen Freund, der es kaum erwarten konnte)

„Mein Name ist Finken, und Du wirst gleich hinken.“ (Herbert Finken begrüßt seinen Gegenspieler)
„Wenn ein solcher Spieler unser Trainingsgelände sieht, hat er schon keine Lust mehr.“ (Friedhelm Funkel als Trainer des MSV Duisburg zur Forderung, der Verein solle einmal einen absoluten Topspieler verpflichten)

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„Das Niveau des ungarischen Fußballs liegt tiefer als der Hintern eines Frosches.“ (Lajos Garamvölgyi, ungarischer Trainer)

„Sicher, Reina hat das Tor erstklassig erzielt. Aber er durfte die Kugel doch gleich dreimal wie ein Artist hochhalten und dann reinhauen. Das hätte es früher nicht gegeben. Da wäre einer dazwischen gefegt und Billy wäre erst wieder vor seiner alten Haustür in Unna gelandet.“ (Berfus-Grätscher Hermann Gerland)

„Wir haben 99 Prozent des Spiels beherrscht. Die übrigen 3 Prozent waren Schuld daran, dass wir verloren haben.“ (Ruud Gullit, niederländischer Fußballspieler)

-H-

„Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“ (Sepp Herberger, Vater vom „Wunder von Bern“)

„Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt. “ (Thomas Häßler, der Kleine unter den ganz kleinen)

„Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ (Josef Hickersberger, Trainer von der Alm)

„Hans, trinken Sie nicht so viel! In acht Wochen haben wir ein schweres Spiel in Brüssel gegen Belgien.“ (Sepp Herberger zu Hans Schäfer bei der Siegesfeier nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954)

„Und für Miroslav Klose: ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“ (ZDF-Sporttante Katrin Müller-Hohenstein)

„Der kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußball-Politik.“ (Supidupi Manager Uli Hoeneß, oder auch: der jederzeit speiende Vulkan)

-I-

„Im großen und ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte ausgehen können.“ (Dschungel-Torwart Eike Immel)

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„Das ist Schnee von morgen.“ (Phrasendrescher Jens Jeremies)

„Ich habe 2 1/2 Jahre bei Young Boys Bern, 6 Monate bei Lierse und 53 Minuten bei Duisburg gespielt.“ (Statistiker Mini Jacobsen)

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„Krisen gibt es im Krankenhaus auf der Intensivstation oder im Nahen Osten, aber nicht im Fußball.“ (Oliver Kahn, Torwart-Titan und Sprücheklopfer)

„Und wenn Wembley die Kathedrale des Fußballs ist, dann haben die Deutschen hier heute einen kräftigen Schluck Weihwasser gesoffen, das Gesangbuch geklaut und die Kerzen ausgepustet.“ (TV-„Pastor“ Johannes B. Kerner)

„Die Deutschen haben nur einen Spieler unter 22, und der ist 23.“ (Kevin Keegan, englischer Fußballprofi)

„Weitere Fragen kann ich nicht beantworten. Ich muß jetzt zu meinen Spielern. Die sind so blind, dass sie den Weg von der Kabine zum Bus nicht finden.“ (Blindenführer Uwe Klimaschefski)

„Schulterklopfen ist nur 50 Zentimeter von einem Tritt in den Hintern entfernt.“ (Uwe Krupp, ehemaliger deutscher Eishockey-Nationaltrainer und heute Trainer der Kölner Haie.)

„Ich hau dir in die Fresse! Mehr biste nicht wert… Was fällt dir eigentlich ein so ’ne Frage zu stellen ?“ (Willi Konrad, der ehemalige technische Direktor von Dynamo Dresden zu einem TV-Team)

„Bei Schalke ! „(Ernst Kuzorra auf die Frage des schwedischen Königs, wo Gelsenkirchen liege)

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„Jung, ich komm aus Bottrop – da wirsse getötet, wenne datt inne Muckibude machs!“ (Willi Landgraf beim Step-Aerobic-Training, auf die Frage, ob so etwas vorher schonmal gemacht habe)

„Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Mann einem Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutschland.“ (Gary Lineker und nichts als die Wahrheit)

„Die Deckung hat Angst vor ihrem schwachen Torwart. Deshalb spielt sie so gut!“ (Doppelpass-Inventar Udo Lattek)

-M-

„Es gibt noch zwei erzkommunistische Bastionen auf dieser Welt. Die eine ist Nordkorea, die andere die ATP.“ (John McEnroe, US-amerikanischer Tennisspieler und Pausenclown)

„Das war eine Schutzschwalbe. Ich dachte, dass Dirk Schuster mich voll umhauen würde.“ (Schwalberella Andy Möller)

„It’s not always the size of those players. Sometimes it’s the size of the heart. And sometimes smaller players have big hearts.“ (Jacques Martin, Headcoach Montreal Canadiens, die im Schnitt die kleinsten Spieler der NHL haben)

„Die wissen nicht einmal, dass im Ball Luft ist. Die glauben doch, der springt, weil ein Frosch drin ist.“ (Max Merkel über deutsche Funktionäre)

„Basler ist die teuerste Parkuhr der Welt. Er steht rum – und die Bayern stopfen das Geld rein.“ (Max Merkel,  deutscher Trainer, über Mario Basler)

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„Ich würde mir nicht zutrauen, ein Frauenfußballspiel zu analysieren. Ich denke, ss ich denkbar ungeeignet dafür wäre.“ („Losfee“ Günter Netzer nach der Auslosung zur Frauen-WM 2011)

„Wir waren alle vorher üeberzeugt davon, daß wir das Spiel gewinnen. So war auch das Auftreten meiner Mannschaft, zumindest in den ersten zweieinhalb Minuten.“ (Städte-Bummler Peter Neururer)

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„Und wieder ein Konter – wieder Cha Bum – was macht er? – wieder drüber!“ (Holger Obermann kommentiert eine Wiederholung, ohne es zu merken)

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„Ottmar Hitzfeld hat jetzt schon mehr mit mir gesprochen als Felix Magath in der gesamten letzten Saison.“
(Lukas Podolski nach 3 Wochen Vorbereitung auf die neue Saison)

„Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Arme natürlich auch“ (Lukas Podolski, professioneller Sprücheklopfer und nebenberuflich Fußballer)

„Erfolge im Zehnkampf sind wie ein guter Wein: Wenn man einmal einen guten Wein getrunken hat, möchte man sich mit einfachem Tafelwein nicht mehr zufriedengeben. Und wenn man einmal gewonnen hat, will man jeden Tag gewinnen.“ (Christian Plaziat,  französischer Zehnkämpfer, 1990 Europameister)

„Ich geb‘ euch kurze Antworten, dann müsst ihr nicht so viel schreiben.“ (Lukas Podolski im Jahr 2005 zu den versammelten Journalisten)

„Wenn man in Marzahn aufgewachsen ist, und das unbeschadet überstanden hat, ist man zu allem fähig.“ (Wolf-Dieter Poschmann, deutscher Sportjournalist)

„Mir ist egal, ob die schlechte Verlierer sind. Die fahren jetzt nach Hause.“ (Lukas Podolski nach dem Sieg bei der WM 2006 über Argentinien)

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„Es gibt eine Tendenz, die Dummheiten der Vergangenheit zur wichtigsten Angelegenheit der Gegenwart zu erklären. Ich verstehe das nicht.“ (Bjarne Rijs, dänischer Radprofi)

„Wie soll das denn dann heissen ? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?“ (Johannes Rau zum Vorschlag, Fußballstadien nach Frauen zu benennen)

„Die Ghanaer erkennen Sie an den gelben Stutzen.“ (Marcel Reif beim Länderspiel Deutschland-Ghana)

„Einige meiner Spieler müssen ihre Bauchmuskeln trainieren, obwohl sie nicht mal wissen, was das ist. Wenn wir die trainieren, kommen sie am nächsten Tag an und meinen, sie haben was mit dem Blinddarm.“ („Bodybuilder“ Willi Reimann)

„Wenn man über rechts kommt, muß die hintere Mitte links wandern, da es sonst vorne Einbrüche gibt!“ (Karl-Heinz Rummenigge)

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„Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch regelmäßig Sex.“ (Mehmet Scholl über sein Privatleben)

„Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, daß es weit ernster ist.“ (Bill Shankley)

„Ein Drittel ? Nee, ich will mindestens ein Viertel.“ (Horst Szymaniak zu seinem Anteil der Einnahmen bei seinem Abschiedsspiel)

„Die schönsten Tore sind diejenigen, bei denen der Ball schön flach oben rein geht.“ (Mehmet Scholl)

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„Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert.“ (Olaf Thon räumt auf)

„Alle reden auf den Schiri ein, aber das ist doch dem McCurry Wurst.“ (Beni Turnheer über Diskussionen von Spielern mit Schiedsrichter McCurry)

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„Der englische Sportler ist stolz darauf, ein guter Verlierer zu sein. Dadurch erreicht er, daß seine Gegner sich schuldig fühlen, wenn sie gewonnen haben.“ (Peter Ustinov, englischer Schriftsteller und Schauspieler)

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„Ja gut, der arbeitet von morgens bis abends. Ja gut, sowas nennt man im Volksmund glaube ich Alcoholic.“ (Rudi Völler über Rainer Calmund)

„Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: Nicht mal schwimmen kann er. “ (Fußballer und Ex-Bundestrainer Böörti Böörti Vogts)

„Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!“ (Mathematiker Rudi Völler)

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„Ich lese immer die Sportseite einer Zeitung zuerst. Die Sportseite berichtet über das, was die Menschen erreicht haben; die Titelseite der Zeitung hingegen verzeichnet nur die Fehlschläge des Menschen.“ (Earl Warren, oberster Bundesrichter der USA)

„Im Radsport wie im Sport allgemein wird immer gedopt werden. Genauso wie in der Politik immer geschmiert und in der Wirtschaft immer bestochen wird.“ (Der deutsche Radprofi Marcel Wüst)

„Das sage ich ohne Ironie: Ich wünsche Schalke, dass es bald wieder auf die Beine kommt“ (Hans-Joachim Watzke nach dem Sieg am 4. Spieltag gegen den FC Schalke 04)

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„Verloren. Macht nichts. Nächstes Spiel gewinnen.“ (Branko Zebec bei einem Halbzeitstand von 0:2)

„Das bedeutet, daß der Zuschauerschnitt unterboten wurde, und zwar negativ.“ (Werner Zimmer)